Mit dem T3 nach Norwegen – Eine Technische Betrachtung

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Mit einem alten T3 nach Norwegen zu fahren ist ein Traum vieler. Allerdings tauchen dabei auch Schwierigkeiten auf . Immerhin ist man mit einem 30 Jahre alten Auto fast 10.000km unterwegs. Hier ist es vor allem wichtig das man gut auf die Reise vorbereitet ist.

Mit dem T3 nach Norwegen

Natürlich sollte das Auto vor Beginn der Fahrt nochmals von einem Fachmann durchgecheckt werden. Neben der Fahrtüchtigkeit des Autos sollte man vor allem mit dem Mechaniker seines Vertrauens besprechen welches Werkzeug man für die Reise benötigt. Im Falle eines T3’s kann man sehr viele Dinge mit einem 17er’ Maulschlüssel erledigen. Eine gut sortierte Werkzeugkiste schadet aber keinesfalls. Wichtig ist auch ein Reparatur – Ratgeber  für T3’s . Diese findet man im gut sortierten Fachhandel oder bei Amazon .

Ski-Hütte-Norwegen.jpg
By Master-M – Own work, CC BY-SA 2.5, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=1316875

Der Dieselfilter

Nach 45 Minuten fahrt trat das erste Problem auf. Der T3 beschleunigte nicht mehr und man hatte das Gefühl das man keine Leistung mehr hatte. Das Problem war schnell erkannt. Der Dieselfilter war verstopft. Das kann vor allem dann passieren , wenn der T3 Bus ein paar Monate steht und man wenig Diesel im Tank hat. Dadurch können Dieselfäden, welche sich am Boden des Tanks festsetzen, in den Dieselkreislauf gelangen. Diese bleiben dann im Filter hängen und verstopfen diesen.  Da wir in Eile waren , sind wir in die nächste Werkstatt und haben einen Filter gekauft. Dafür zahlt man gar nicht so wenig . Diese kann man aber auch , vor allem für alte Buse, günstig im Internet erwerben. Für VW , Mercedes und Citroen Buse gibt es jede Menge Ersatzteile in den bekannten Plattformen wie www.AutoteileProfi.at . Die erhält man Online natürlich günstiger. Ein Wechsel des Dieselfilters brachte die gehoffte Veränderung und das Auto lief wieder auf Touren. 

Der Keilriemen

Der nächste Schreckmoment erfolgte auf einer Insel in Helgeland. Eine wunderschöne Insellandschaft im Nordosten Norwegens. Beim Inselhopping hatten wir kurz nach der  Abfahrt auf der Fähre die nächste Schrecksekunde . Die Leistung war wieder weg und wir fuhren an den Straßenrand. Nachdem wir den Kofferraum geleert und uns einen Blick auf den Motor verschafften sahen wir das der Keilriemen gerissen ist. Eine Behebung des Problems gelang relativ schnell und ohne größere Probleme. Mit dem Reparatur Handbuch auf einer Seite und den Ersatzkeilriemen auf der anderen ging es schnell voran. Eine weiterreise war dadurch möglich und wir waren froh das wir nicht den ÖAMTC Pannendienst rufen mussten (bzw. eine Partnerorganisation in Norwegen).  Trotz Schutzbriefes hatten wir einfach keine Lust auf eine Verzögerung und legten selbst Hand an

Der schwitzende Motor

Ein Motor verbraucht Öl und selbst Premium Hersteller haben oft eine recht hohe Toleranz was den Ölverbrauch der Modellpalette betrifft (Angegeben auf 1000km) . Das ist beim T3 Bus nicht anders. Laut Reparatur Handbuch verbraucht ein T3 auf 1000km ca. 0,5-1 Liter Öl. Das ist eine Menge. Allerdings fährt man so große Strecken auch realtiv Selten. Wir machten den Fehler das wir nur 5 Liter Öl mit hatten und uns dieses in Norwegen ausging. Für einen Liter Diesel zahlt man rund 2 Euro und das Öl ist dementsprechend teuer. Bei der Tankstelle wo wir das Öl kauften wurden wir noch gefragt wofür wir so viel Öl benötigten würden. Ein kurzer Fingerzeig auf unseren alten Bus überzeugte auch den Verkäufer von der Sinnhaftigkeit dieser Anschaffung. Mittlerweile haben wir es zur Gewohnheit werden lassen bei jedem Tankvorgang nach dem Ölstand zu sehen. Im Urlaub mit dem T3 darf man sich keinen Stress machen . Das Auto ist ja schon ein Pensionist und sollte dementsprechend nicht überfordert werden.

Gas & Das Batterie Ladegerät

In Norwegen war es nicht unbedingt von Nöten , da wir jeden Tag viel fuhren. Sollte man aber länger in der Pampa stehen und seinen Kühlschrank trotzdem kühlen wollen ist es ratsam ein Batterie Ladegerät (zumindest für die 2. Batterie) und eine Reserve Gaskartusche im Gepäck zu haben. So hat man immer warm zu essen und auch immer schön Licht bzw. fließendes Wasser (wird durch Pumpe raufgefördert) . Überlegenswert wäre auch eine Reservebatterie , sofern man den Stauraum nicht für wichtigere Dinge benötigt.

Wie man sieht kann auf einer Reise immer etwas passieren. Deshalb ist es wichtig sich vorab zu informieren und Ersatzteile + Werkzeug immer im Gepäck zu haben. Viele Dinge kann man selbst regeln. Und in Norwegen , mit den endlosen Weiten, MUSS man diese auch selbst regeln können

 

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